Die prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche Maria Hilf

Ein reizvolles Ausflugsziel in der Nähe von Füssen ist die Wallfahrtskirche Maria Hilf im Eisenberger Ortsteil Speiden, die mit ihrer überaus kunstvollen Ausstattung begeistert. Ein Besuch des Gotteshauses lässt sich wunderbar mit einer gemütlichen Wanderung hier im herrlichen Voralpenland und einer Einkehr im Mariahilfer Sudhaus verbinden. So ist ein abwechslungsreicher Urlaubstag im Allgäu garantiert.

Mitten im malerischen Ostallgäuer Voralpenland, im Eisenberger Ortsteil Speiden, steht mit der Wallfahrtskirche Maria Hilf ein bemerkenswertes und prächtig ausgestattetes Gotteshaus. Die Geschichte der Kirche geht bis zum Dreißigjährigen Krieg zurück, während dem ein Speidener Bauer seine Tochter betend am Grab dreier Soldaten des Schlickschen Regiments vorfand, die der Pest zum Opfer gefallen waren. Der Bauer erfuhr von seiner Tochter, dass die Soldaten ihr während seiner längeren Abwesenheit das Leben gerettet hatten und so erbaute er ihnen zu Ehren 1635 eine kleine Gnadenkapelle. Darin stellte er eine Madonnenfigur auf, die er bei Arbeiten in der Stadt Füssen entdeckt hatte. Schon während des Baus der Kapelle ereigneten sich die ersten Wunder, wie das Zeller Mirakelbuch berichtet. So konnte eine zuvor gehbehinderte Frau, die in der Kapelle gebetet hatte, plötzlich wieder laufen. Über 150 weitere Wunder sind in dem Mirakelbuch verzeichnet und schnell setzte eine Wallfahrt nach Speiden ein. Die Gnadenkapelle hielt dem Ansturm nicht Stand, sodass eine Wallfahrtskirche errichtet wurde, deren Einweihung 1678 stattfand.

Die Ausstattung der Maria Hilfer Wallfahrtskirche dürfte nicht nur Kirchenliebhaber restlos begeistern. Prunkstück des Sakralbaus ist der 1736 fertiggestellte Altar mit seinen Heiligenfiguren, der vom Bildhauer Peter Heel gefertigt wurde und als Juwel des Rokoko gilt. Auch das von qualitätsvollem Stuck umrahmte Deckengemälde, das die durch die Gottesmutter auf die Menschen herab kommende himmlische Gnade zeigt, die marmorne Kanzel und viele kunstvolle Bilder mit religiösen Motiven erfreuen die Augen der Kirchenbesucher. Davon abgesehen ist das Gotteshaus ein Ort der Andacht und Stille, der zum Beten und zur inneren Einkehr einlädt.

Nach der Kirchenbesichtigung bietet es sich an, die herrliche Allgäuer Voralpenlandschaft rund um Speiden noch ein bisschen zu genießen. Sehr gut kann man das bei einer ca. 5 Kilometer langen Rundwanderung mit der Kirche als Ausgangs- und Zielpunkt. Wunderschöne Ausblicke über ausgedehnte grüne Wiesen auf die prächtigen Allgäuer Berge machen die Tour zu einer echten Freude. Auch Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Neuschwanstein und die beiden Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg lassen sich unterwegs sichten. Folgen Sie bei der Kirche einfach der Wanderwegbeschilderung nach Zell und biegen Sie kurz vor dem Örtchen links ab nach Holz. Eine asphaltierte Nebenstraße führt Sie dann nach Unterdolden und wieder zurück nach Speiden.

Zum Abschluss dieses schönen Ausflugs nach Speiden empfiehlt sich eine Einkehr im Mariahilfer Sudhaus, das seine Besucher im gemütlichen Inneren mit selbst hergestellten Biersorten und allerlei Allgäuer Köstlichkeiten wie Leberkäs mit Kartoffelsalat, Brätknödelsuppe oder Apfelstrudel verwöhnt. Eine typische bayerische Brotzeit mit allem drum und dran bekommt man hier natürlich auch. Lassen Sie es sich in dem Gasthaus, das täglich außer montags und dienstags geöffnet hat, so richtig gutgehen, bevor Sie wieder nach Füssen zurückkehren.

Eine der kunstvollsten Kirchen des Allgäus, die traumhafte Voralpenlandschaft und kulinarische Genüsse in einer urigen Gaststube – ein Ausflug nach Speiden verspricht einen gelungenen Urlaubstag mit vielen abwechslungsreichen Eindrücken.

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