Beichelstein-Runde

Wandern: Beichelstein-Runde

Die Beichelstein-Runde ist eine sehr abwechslungsreiche und 17,1 Kilometer lange Wandertour, die durch malerische Wiesen und schöne kleine Waldstücke führt. Bei der Wanderung, die hier und da einige moderate Höhenmeter bereithält, erwarten einen herrliche Ausblicke auf die Schlösser, Berge und Seen des Allgäuer Königswinkels. Start- und Zielpunkt dieser Wandertour, für die man etwa 5 Stunden einplanen sollte, ist der Füssener Ortsteil Hopfen am See – die Riviera des Allgäus.

Bei der Beichelstein-Runde erwartet Wanderfreunde keine anstrengende Bergkraxelei. Es gibt lediglich ein paar höhere Hügel, die es zu überwinden gilt. Trotzdem sollte man über eine gute Kondition verfügen, da diese Wandertour immerhin eine Länge von 17,1 Kilometern hat. Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderung ist die Tourist Information im Füssener Ortsteil Hopfen am See. Wer über die A7 kommt, erreicht Hopfen über die Ausfahrt Füssen und die B310. Die Bundesstraßen B16 und B17 führen ebenfalls nach Füssen und von dort aus folgt man einfach der Beschilderung nach Hopfen. Kostenfreie Parkplätze findet man am Westufer des Hopfensees (Ortsausgang Richtung Hopferau). Wer mit der Bahn anreist, fährt zunächst mit dem Zug nach Füssen und nimmt dann die stündlich verkehrende Buslinie 56 nach Hopfen am See.

Gleich zu Beginn der Beichelstein-Runde erwartet einen eine umwerfende Traumaussicht von der Uferpromenade in Hopfen am See aus. Der Blick geht hier über den malerischen Hopfensee hinweg auf das weltbekannte Königsschloss Neuschwanstein und die prächtigen Berge des Allgäuer Königswinkels. Der Füssener Ortsteil Hopfen am See ist ein Kneipp- und Luftkurort mit besten Gesundheits- und Erholungsbedingungen. Inmitten einer herrlichen Landschaft findet man hier zahlreiche Wellness- und Kureinrichtungen sowie viele interessante Freizeitangebote. Bei der Beichelstein-Runde wandert man zunächst ein Stückchen am idyllischen Hopfensee – einem der wärmsten Voralpenseen – entlang. Über den Parkplatz Vilser geht es dann in den Hopfener Wald hinein, der mit seiner intakten Flora und Fauna herrliche Naturimpressionen bereithält. Über grüne Almwiesen folgt man ein Stück weit dem Verlauf des Ostallgäuer Höhenwegs, vorbei an den Weilern Rohrweiher und Hopferwald. Bevor man den Weiler Ober Langegg erreicht, in dem eine sehenswerte kleine Kapelle steht, steigt der Weg spürbar an und die Wanderung wird etwas anstrengender. Schließlich gelangt man zur Beichelstein Alpe, in der man eine Rast machen sollte, da es auf dieser Wanderung sonst keine weiteren Einkehrmöglichkeiten mehr gibt. Hier kann man eine herzhafte bayerische Brotzeit genießen oder sich mit leckeren warmen Allgäuer Spezialitäten stärken. Im Sommer lässt sich dabei das Jungvieh beobachten, das rund um die Beichelstein Alpe inmitten einer herrlich malerischen Allgäuer Landschaft auf saftig grünen Wiesen weidet.

Frisch gestärkt und ausgeruht folgt man nach der gemütlichen Einkehr dem Weg hinter der Alpe, der an der unbewirtschafteten Senkelealpe vorbei zum Buchenwald führt. Auch dieses kleine Wäldchen begeistert mit viel Grün und einer intakten Flora und Fauna. Schließlich trifft man auf einen Wanderweg, dem man in westlicher Richtung folgt. Über lichte Waldwege spaziert man so, vorbei an einem kleinen Pestfriedhof, zum Koppenkreuz und schließlich hoch zur Burgruine Hopfen. Von der Burg Hopfen – der ältesten Steinburg des Allgäus – haben sich noch bis zu 3 Meter hohe Mauerreste erhalten. Ihr Ursprung ist unklar, fest steht aber, dass sie Ende des 12. Jahrhunderts einem welfischen Dienstmannengeschlecht als Sitz diente. Danach wurde die Burganlage an das Hochstift Augsburg verkauft und diente bis zum Jahre 1322 dem Füssener Propstamt als Sitz. Als in Füssen das Hohe Schloss gebaut wurde, siedelte der Füssener Propst um und die Burg Hopfen verfiel zusehends. Anfang des 18. Jahrhundert wurde sie beim Umbau des Klosters St. Mang in Füssen als Steinbruch ausgebeutet. Ab 1999 startete die Stadt Füssen einige umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, sodass sich die Gliederung der Burganlage heute wieder klar erkennen lässt. Die sanierte Burgruine wird vor allem als Aussichtspunkt sehr geschätzt. Deswegen ließ die Stadt auch eine Panoramakanzel errichten, von der aus man einen Traumblick über den Allgäuer Königswinkel, die Ammergauer Alpen und die Tannheimer Berge hat. Alleine schon dieser Ausblick macht die Beichelstein-Runde zu einer sehr attraktiven Wandertour. Nachdem man diesen Blick hinlänglich genossen und einige Fotos zur Erinnerung geschossen hat, geht es zurück zur Tourist Information in Hopfen am See.

Nach dieser abwechslungs- und aussichtsreichen Wanderung kann man in Hopfen am See noch jede Menge Spaß haben. An warmen Sommertagen ist das Freibad am Hopfensee ein angesagtes Ausflugsziel. Der Hopfensee ist einer der wärmsten Seen Bayerns und mit seinen flach abfallenden Ufern wird er insbesondere von Familien mit Kindern zum Baden sehr geschätzt. Zum Freibad Hopfensee gehören außerdem ein Kinderspielplatz und eine Minigolfanlage. Auch Bootsfahrten mit Tret- oder Ruderbooten erfreuen sich auf dem Hopfensee großer Beliebtheit. Dabei kann man nach der Wanderung herrlich entspannen und die schöne Bergwelt ganz in Ruhe vom Wasser aus genießen. Natürlich gibt es in Hopfen am See aber auch zahlreiche schöne Restaurants und Cafés, die mit allerlei Leckereien zur gemütlichen Einkehr einladen.

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