Burgruinen

Radfahren: Weißensee zu den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg

Eine sehr schöne leichte Fahrradtour für Genießer, Familien und E-Bike-Fahrer führt von Weißensee zu den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg, die bei Pfronten eine weithin sichtbare Burgengruppe bilden. Bei der rund 15 Kilometer langen Tour radelt man durch eine herrlich idyllische Landschaft, kann sich zwischendurch auf kulinarische Köstlichkeiten im Mariahilfer Sudhaus freuen und hat zum Abschluss die Möglichkeit, sich im Freibad Weißensee abzukühlen. 

Die Traumlandschaft rundum Füssen im Allgäu verwöhnt Radler mit besten Strecken für jedes Niveau. Neben bekannten Radfernwegen, anspruchsvollen Trails für Mountainbiker im Gebirge und steilen Pässen für Rennradfahrer findet man hier auch zahlreiche sanft hügelige und manchmal sogar komplett ebene Strecken am Fuße der Berge, die sich perfekt für Genießer, Familien und E-Bike-Fahrer eignen. Eine sehr empfehlenswerte gemütliche Fahrradtour, die auch für Senioren und Kinder kein Problem darstellt, führt vom Füssener Ortsteil Weißensee zu den Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg bei Pfronten. Nach der Besichtigung dieser interessanten Sehenswürdigkeiten geht es nach Weißensee zurück, wo man sich dann eine Abkühlung im Freibad gönnen kann. Ausgangs- und Zielpunkt der Fahrradtour ist die Tourist Information in Weißensee. Von Füssen aus gelangt man entweder mit dem Auto auf der B310, oder mit der Buslinie 71 vom Füssener Bahn- und Busbahnhof nach Weißensee. Wer schon von Füssen aus los radeln will, benötigt rund 30 Minuten, um den Startpunkt der Radtour zu erreichen. Für diese Fahrradtour, die man am besten zwischen April und Oktober antritt, müssen um die dreieinhalb Stunden eingeplant werden. 

Der Füssener Ortsteil Weißensee ist ein ein sehr ländlich geprägter Luftkurort, der sich aus 23 kleinen Weilern zusammensetzt, die zwischen malerischen grünen Wiesen im Voralpenland liegen. Mittelpunkt des Ortsteils ist der gleichnamige Weißensee, der seine Form den letzten Eiszeiten und dem Lechgletscher verdankt und mit seiner idyllischen Lage und dem schönen türkisfarbenen Wasser ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel ist. Vorbei an weiten Wiesen und den kleinen Ortschaften Hof und Hopferried radelt man von der Tourist Information Weißensee auf verkehrsarmen Feldstraßen nach Unterreuden und Speiden. Die Fahrradtour macht richtig Spaß, denn es weht einem hier eine wohltuende Höhenluft um die Ohren und die Ausblicke auf prächtige Berge sind allgegenwärtig. In Speiden befindet sich die kleine Wallfahrtskirche Maria Hilf, die im 17. Jahrhundert entstand. Neben dem Gnadenbild, das eine gekrönte Madonna zeigt, die auf einem Thron sitzt und das Jesuskind im Arm hält, ist auch die Ausstattung des Gotteshauses beeindruckend. Der Hauptaltar ist ein Rokoko-Juwel und der qualitätsvolle Stuck, das imposante Deckengemälde von Joseph Keller und das Fresko im Chorraum, das Mariens Himmelfahrt darstellt, fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen, das diese kleine Kirche überaus sehenswert macht. Direkt nebenan steht das Mariahilfer Sudhaus, in dem sich hungrige Radler mit erfrischenden Getränken und allerlei Leckereien stärken können. Das Sudhaus ist vor allem für seine Bier- und Käsespezialitäten bekannt. Immerhin ist es auch über den Allgäuer Bier-Käse-Wanderweg mit der Sennerei in Lehern verbunden. 

Nach der Rast im Mariahilfer Sudhaus ist man frisch gestärkt und kann den durchaus etwas anstrengenden Weg zur Schlossbergalm antreten, die sich unterhalb der Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg befindet. Von der Schlossbergalm aus, die sich ebenfalls zur gemütlichen Einkehr bei Speis und Trank eignet, geht es zu Fuß weiter zu den Burgruinen. Die spätmittelalterliche Gipfelburg Hohenfreyberg und die Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete Mantelmauerburg Eisenberg zählen zu den bekanntesten und beeindruckendsten Burgruinen des Allgäus. Beide Burgen teilten dasselbe Schicksal, als sie gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges von der Tiroler Landesregierung in Brand gesetzt wurden, womit diese verhindern wollte, dass sie dem vorrückenden schwedisch-protestantischen Heer intakt in die Hände fielen. Im Endeffekt drang das Heer letztlich gar nicht in die Gegend vor, sodass sich die Zerstörung als sinnlos erwies. Ende des letzten bzw. Anfang des neuen Jahrhunderts wurden die Burgruinen aufwendig saniert und mit Informationstafeln ausgestattet, auf denen allerlei Wissenswertes über ihre Geschichte und ehemalige Nutzung zu sehen ist. Schön sind auch die Aussichten von den Burgen aus auf das weite Voralpenland. 

Zurück nach Weißensee radelt man über Holz, Ober- und Unterdeusch und Wies. Nachdem man Thal passiert hat, gelangt man über Wiedmar und Hinteregg wieder nach Weißensee zurück. Oberhalb des Weißensee-Westufers bietet sich eine kleine Rast an, da hier ein sehr schöner Aussichtspunkt ist, von dem man tolle Fotos der traumhaften Voralpenlandschaft machen kann. Zum Abschluss dieser reizvollen Fahrradtour empfiehlt sich an warmen Sommertagen ein Besuch des Freibads Weißensee. Hier gibt es Umkleidekabinen und schöne Liegewiesen, auf denen man mit Blick auf die prächtigen Berge die Seele baumeln lassen kann. Das saubere und kühle Nass des Weißensees ermöglicht die wohlverdiente Abkühlung nach dieser schönen Fahrradtour. 

Die Fahrradtour von Weißensee zu den Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg begeistert mit tollen Landschaftsimpressionen und viel Abwechslung. Auf dieser Tour lernt man interessante Sehenswürdigkeiten kennen, kann kulinarische Allgäuer Köstlichkeiten genießen und sich am Ende auf Badespaß im Weißensee freuen. Ein erlebnisreicher und schöner Urlaubstag im Allgäu ist bei dieser Radtour garantiert. 

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