Stadt Füssen

Geschichte der Stadt Füssen

Wenn man die Stadt Füssen im Allgäu besucht, dann wird der Reisende sicher sehr schnell feststellen, dass man selten auf Landschaften trifft, die so vielfältig sind, denn gleich drei verschiedene Landschaftsformen charakterisieren das Bild der Umgebung dieser wunderschönen Stadt im Allgäu.

Im Süden begegnet man den schroffen Felsen der Tannheimer Alpen, die übrigens von den Freunden des Klettersports auch als "Dolomiten der Nordalpen" bezeichnet werden. Aber auch elf Badeseen laden eingebettet von einer sanften Ebene den Besucher zum Wassersport oder zu langen Spaziergängen auf den Rundwegen am Ufer ein. Am Norden kann man sich der weiten, bunten Blumenwiesen des Voralpenlandes erfreuen.

Die Geschichte der Stadt Füssen ist nunmehr bereits 700 Jahre alt und kann auch von den Zeiten der alten Römer erzählen. Wo heute die Stadt liegt, war zu dieser Zeit eine der wichtigsten Römerstraßen, die man Via Claudia Augusta nannte. Im Jahre 260 hatte ein römisches Militärlager seinen Platz dort, wo heute die Straßen der Stadt zu finden sind. Der Name dieses Lagers lautete "Foetibus", was man als Latinisierung des germanischen Wortes "fot", also "Fuß" verstehen kann. Über die Namen "Fozen", "Fozin", "Fuozzon" und "Füzzen" entstand im Jahre 1424 der Städtename "Füssen".

Im Jahre 748 wurde der Mönch Magnus in dieses Gebiet gesandt, aus dem sich allmählich eine Siedlung entwickelte. Dort errichtete er eine Zelle und weitere Mönche folgten ihm, um den christlichen Glauben auch dort zu verbreiten. Nachdem Magnus gestorben war, wurde auf Anweisung des Bischofs von Augsburg das Benediktinerkloster St. Mang gegründet, was dann den Mittelpunkt des Glaubens bildete, aber auch der Kultur und der Wirtschaft. Bereits im 13. Jahrhundert hatte sich der kleine Ort zur größten Stadt im Allgäu entwickelt. Die Bischöfe von Augsburg waren auch die Herren über das Land. Ihnen unterstand sowohl das Kloster als auch die Stadt Füssen. Das Hohe Schloss wurde zur Sommerresidenz der Landesherren ausgebaut.

Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im 15. Und 16. Jahrhundert, denn sie war zu einem wichtigen überregionalen Handelsplatz geworden. Auch der Kaiser Maximilian I. wusste die Vorzüge der Stadt zu schätzen und reiste vierzig Mal mit seinem Hofstaat nach Füssen. Aber auch im Bereich der Musikgeschichte des Abendlandes nimmt Füssen eine wichtige Rolle ein, denn im Jahre 1562 gründete man dort die erste Zunft der Lautenbauer in ganz Europa. Mit dem 30-jährigen Krieg jedoch wurde die Entwicklung der Stadt stark gebremst und erholte sich von den Folgen des Krieges erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Dann kamen bessere Zeiten, vor allem mit dem Bau der "Mechanischen Seilerfabrik" erfolgte ein Aufschwung in der Wirtschaft. Maximilian I. bzw. Ludwig II. ließen die prächtigen Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein erbauen, woraufhin Füssen auch für den Reisenden interessant wurde.

In den heutigen Tagen ist Füssen vor allem eine Stadt, die im Tourismus aktiv ist, denn täglich strömen viele Besucher in die Stadt, um die prächtigen Schlösser zu besichtigen. Auch die mittelalterliche Altstadt mit ihren kleinen Gassen laden den Reisenden zu einem Spaziergang durch die Stadt ein, die von den vielen schönen Seen und prächtigen Bergen umrahmt ist.

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