Burgruine

Für Radfreunde: Die Zirmgratetappe

Die 27,9 Kilometer lange Zirmgrat-Runde ist eine schöne Fahrradtour für Genießer, Familien und E-Bike-Fahrer, die um den südwestlich von Füssen gelegenen, langgestreckten Höhenzug Zirmgrat herumführt. Die Radler fahren durch eine malerische Voralpenlandschaft und können sich auf einige sehr reizvolle Attraktionen, wie den Lechfall, das Walderlebiszentrum Ziegelwies und die Burgruine Falkenstein, am Wegesrand freuen.

Gegen Ende der Tour lockt der Weißensee an warmen Tagen mit herrlichem Badespaß. 
Bei der 27,9 km langen Zirmgrat-Runde, für die ungefähr 3 Stunden einzuplanen sind, können Genussradler und Familien sich auf traumhafte Landschaftsimpressionen und interessante Sehenswürdigkeiten freuen. Ein Hit für Kinder ist das Walderlebniszentrum Ziegelwies, das zahlreiche Unterhaltungsangebote für die Kleinen bereithält und eines der beliebtesten Familien-Ausflugsziele rundum Füssen ist. Start- und Zielpunkt der Radtour ist die Tourist Information in Füssen. Wer von außerhalb anreist, gelangt über die A7 oder die Bundesstraßen B16 und B17 nach Füssen. Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten stehen im Parkhaus P5 „City/ Sparkasse“ zur Verfügung. Alternativ kann man das Auto auf dem Parkplatz P2 beim Bundesleistungszentrum für Eishockey kostenfrei abstellen. Von dort aus benötigt man rund 15 Gehminuten bis zum Startpunkt der Tour. Menschen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, erreichen die Tourist Information vom Füssener Bahn- und Busbahnhof aus in etwa 5 Gehminuten. Wer gegen Ende der Tour im Weißensee baden möchte, sollte nicht vergessen, Badezeug in den Radrucksack zu packen.

Bei der Tourist Information Füssen überqueren die Radler zunächst die Sebastianstraße, um auf der Klosterstraße zur Spitalgasse zu gelangen. Diese führt zur Theresienbrücke, die über den Lech verläuft. Nach Überquerung der Brücke geht es rechts ab auf den Radweg bei der Tiroler Straße, der am Lechfall und wenig später am Walderlebniszentrum Ziegelwies vorbeiführt. Am Lechfall empfiehlt sich der erste Stopp, um das eindrucksvolle Naturspektakel hier zu verfolgen. Vom König-Max-Steg aus, der über den Wasserfall führt, bietet sich der beste Blick auf das eindrucksvolle Schauspiel, bei dem sich wilde Wassermassen über mehrere Stufen in die Tiefe stürzen, um in die Lechschlucht zu strömen. In einer Nische über der Schlucht befindet sich die Königsbüste von Maximilian II., dem Vater von Märchenkönig Ludwig II. und Erbauer von Schloss Hohenschwangau. Insbesondere Familien mit Kindern sollten beim Walderlebniszentrum gleich den nächsten Halt einlegen. Hier gibt es spannende Themen- und Lehrpfade sowie zahlreiche Unterhaltungsangebote im Freien, die vor allem bei Kindern für strahlende Augen sorgen. Das Highlight im Walderlebniszentrum, das auf unterhaltsame Weise Verständnis für den Lebensraum Wald wecken will, ist ein imposanter Baumkronenweg, der hoch über der Erde von Baumwipfel zu Baumwipfel führt.

Kurz nach dem Walderlebniszentrum geht es rechts auf einen Kiesweg, der über die Grenze zur Ulrichsbrücke führt. Nachdem die Radler beim Kirchsteg bei Pinswang erneut den Lech überquert haben, folgen sie einem Radweg durch das malerische Tiroler Vilstal in die Ortschaft Vils. Hier biegen sie hinter der Pfarrkirche auf die Straße „Untertor“ ab und nach der Überquerung einer Brücke geht es nach links weiter auf den Zirmenweg, der in Richtung Pfronten verläuft. Oberhalb von Pfronten-Meilingen steht der Berg Falkenstein, auf dem die gleichnamige Burgruine thront, die vor allem aufgrund ihrer bemerkenswerten Höhenlage zu den Top-Sehenswürdigkeiten des Allgäus gehört. Bereits Märchenkönig Ludwig II. war von der Lage der Burg derart begeistert, dass er sie kurzerhand erwarb, um aus ihr ein weiteres Schloss im Stil Neuschwansteins zu machen. Nur sein plötzlicher Tod im Jahre 1886 verhinderte dieses Vorhaben. Eine Besichtigung der Burgruine Falkenstein lohnt sich schon alleine wegen der traumhaften Aussicht, die man von ihr aus über das weite Voralpenland hat. Über den Panoramaweg, Achweg und König-Ludwig-Weg gelangen die Radler in das dicht bewaldete Finstertal und über die kleinen Ortschaften Benken und Roßmoos führt die Route schließlich zum Weißensee im gleichnamigen, ländlich geprägten Luftkurort. Am Ufer des Sees hält man sich links, um wenig später am nördlichen Seerundweg an der sehenswerten Pfarrkirche St. Walburga vorbeizukommen, deren kunstvoller Hochaltar von Domenicus Zimmermann, dem Schöpfer der berühmten Wieskirche, stammt. Im Freibad Weißensee können sich die Radler im türkisfarbenen, kühlen Wasser eine wohlverdiente Abkühlung verschaffen oder bei einer gemütlichen Fahrt mit dem Tret- oder Ruderboot die herrliche Aussicht auf die Landschaft genießen. Die Radtour geht auf dem Weißensee-Rundweg weiter, bis dieser an einer Fahrstraße endet. Hier geht rechts ab und nach einem Parkplatz biegt man wiederum links ab, um dem Kiesradweg zu folgen, der nach Füssen zurückführt. Über die Kemptener Straße und die Luitpoldstraße gelangen die Radfahrer schließlich wieder in das Füssener Stadtzentrum und zum Ausgangspunkt der Tour, der Tourist Information, zurück.

Die Zirmgrat-Runde begeistert Genießer, Familien und E-Bike-Fahrer mit herrlichen Landschaftsimpressionen und abwechslungsreichen Urlaubseindrücken. Bei dieser reizvollen Tour wird man einige schöne Stunden auf dem Rad verbringen und dabei einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten des Allgäuer Königswinkels entdecken.

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