Freilichtmuseen im Allgäu

Freilichtmuseen im Allgäu

Besonders in den Sommermonaten können Kulturfreunde und Familien in den Freilichtmuseen rund um Füssen im Allgäu jede Menge Interessantes erleben und Spaß haben. Hier hat man die Möglichkeit in alte Welten einzutauchen, die schon fast vergessen sind, und historische Häuser, Werkstätten und Handwerksbetriebe zu besichtigen. Interaktive Vorführungen und Angebote zum Mitmachen lassen die Freilichtmuseen lebendig werden.

Die Erzgruben-Erlebniswelt am Grünten

Am Grünten, der auch Wächter des Allgäus genannt wird, gibt es ein großes Museumsdorf, in dem man viel Wissenswertes über die Geschichte des Bergbaus, die Geologie dieses Berges und des Allgäus allgemein sowie über das Leben und die Arbeit der Knappen im Eisenerz-Bergbau in früheren Jahrhunderten erfahren kann. Man lernt hier jede Menge über die Verarbeitung des Eisens, die Verhüttung im Hochofen oder auch über die anspruchsvolle und schwere Arbeit eines Schmiedes. Sagen und Mythen rund um den Erzbergbau sorgen für Spannung und Unterhaltung, und Kohlemeier, Hochofen und Rennofen, die sich im Freigelände befinden, geben interessante Einblicke in den historischen Bergbau.

Im „Grubi-Stadel“ bekommt man Filme über den Bergbau in früheren Jahrhunderten und über den Grünten zu sehen. Da sich am Grünten das einzige größere Erzvorkommen in der gesamten Region befand, spielte der Bergbau hier in vergangenen Jahrhunderten eine große Rolle. Ein Highlight des Museumsdorfes ist die Schmiedehütte mit der historischen Schmiede einer Familie aus der Gegend. Hier erhält man einen schönen Einblick, wie in einer solchen Schmiede früher gearbeitet worden ist. In einer angrenzenden, originalgetreuen Schauschmiede kann man auch heute noch einem Schmied bei seinem Handwerk zuschauen und sogar selbst aktiv werden und sich zum Beispiel ein eigenes Glückshufeisen schmieden. Ein weiterer Höhepunkt der Erzgruben-Erlebniswelt am Grünten ist eine geführte Rundwanderung in die unterirdische Welt der Knappen. Bei dieser Besichtigungstour wandert man durch hügeliges Gelände zum „Andreas-Tagebau“, wo man „unter Tage“ die Erzgruben „Theresien-Grube“ und „Anna-Grube“ besichtigt. Unvergessliche Impressionen für Groß und Klein sind dabei garantiert. Für Kinder besonders interessant sind außerdem noch die „Erzgruben-Rallye“ im Museumsdorf sowie ein großer Abenteuerspielplatz, auf dem sie sich nach Herzenslust austoben können. Im sogenannten „Knappenhock“ mit seiner herrlichen Terrasse ist für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt. Die Erzgruben-Erlebniswelt am Grünten ist ein schönes Ausflugsziel für die gesamte Familie; sie hat von Anfang Mai bis Ende September täglich geöffnet.

Schwäbisches Bauernhofmuseum in Illerbeuren

Das Schwäbische Bauernhofmuseum in Illerbeuren wurde 1955 eröffnet und ist das älteste Freilichtmuseum Süddeutschlands. Hier kann man typische Häuser und Höfe aus dem 17. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert aus Bayerisch-Schwaben besichtigen. Auch Handwerksbetriebe und frühe technische Bauten wie Traktoren, Güllewagen oder Melkmaschinen aus der Gegend zwischen Iller und Lech werden hier präsentiert. Sehr interessant für Erwachsene und Kinder sind die seltenen Tierarten, die man auf den Wiesen, die zum Bauernhofmuseum gehören, zu sehen bekommt. Hier entdeckt man seltene Zaupelschafe, Schwäbisch-Hällische Schweine oder das Allgäuer Original Braunvieh, das früher im Voralpenland sehr verbreitet war aber heute vom Aussterben bedroht ist. Alleine aufgrund der alten Haustierrassen ist ein Ausflug zum Schwäbischen Bauernhofmuseum sehr lohnenswert. Interessant sind außerdem die alten Kulturpflanzensorten, die in den zu den historischen Häusern gehörenden Bauerngärten angebaut werden. Ebenfalls sehenswert ist das Schwäbische Schützenmuseum, das innerhalb des Bauernhofmuseums ins Illerbeuren untergebracht ist. Verschiedene Ausstellungen zeigen allerlei Interessantes rund um den Schießsport, wie historische Sachgüter, Schießstandanlagen und zahlreiche Waffen. Das Schwäbische Bauernhofmuseum hat Erwachsenen und Kindern viel zu bieten und gibt spannende Einblicke in die ländliche Kulturgeschichte zwischen Allgäu und Ries.

Das Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz

Im Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz, das sich auf dem 1200 Meter Hauchenberg befindet, bekommt man nicht nur grandiose Aussichten auf die Allgäuer Alpen geboten sondern erhält interessante Einblicke in das Alltagsleben in einem Allgäuer Bergdorf. Die Gebäude, Tierställe, Kräutergärten und diverse Betriebe, wie eine Imkerei oder Käserei, dokumentieren das ländliche Leben und sorgen für unterhaltsame Erlebnisse und Eindrücke bei Groß und Klein. Besonders Kindern wird hier viel geboten. Sie können verschiedene Tiere hautnah erleben, sich auf einem Erlebnis-Spielplatz austoben, Orgelpfeifen an einer Klangstation zum klingen bringen oder im Spielwäldchen klettern und Spaß haben. Unvergesslich sind auch die Kindergeburtstage im Allgäuer Bergbauernmuseum. Bis zu 10 Kinder können dabei einen ereignisreichen und spannenden Tag verbringen, der zahlreiche Attraktionen für sie bereithält. Unter anderem erfahren die Kleinen bei einer Kräuterführung jede Menge Wissenswertes über Heilpflanzen und Kräuter sowie deren Wirkungsweise und Bedeutung in früheren Zeiten und heute. Den Erwachsenen wird im Bergbauernmuseum natürlich ebenfalls einiges geboten. Neben den interessanten Einblicken in das Leben und Wirtschaften in einem Allgäuer Bergdorf, warten hier auch leckere kulinarische Höhepunkte. Probieren sollte man unbedingt den leckeren Honig aus der Imkerei und den Bergkäse aus der Sennerei. Das Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz ist ein hervorragendes Ausflugsziel für die ganze Familie. Hier erlebt man das ursprüngliche Allgäuer Leben im Einklang mit der Natur hautnah!

Museum der Bayerischen Könige in Schwangau

Interessante Einblicke in die Geschichte der Wittelsbacher Adelsdynastie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart, gibt das Museum der Bayerischen Könige, das sich direkt am Ufer des Alpsees, in unmittelbarer Nähe zu den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau befindet. Es wurde Ende 2011 eröffnet, wird vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds betrieben und gehört zu den schönsten und modernsten Museen in ganz Deutschland. Auf die Besucher warten raumgreifende Inszenierungen, interessante Ausstellungen, moderne und interaktive Technik sowie zahlreiche wertvolle Original-Exponate wie zum Beispiel die Spielzeugfiguren und der Mantel von König Ludwig II. oder das 328-teilige Tafelservice des letzten bayerischen Königspaares. Den Schwerpunkt setzt das Museum auf den Märchenkönig Ludwig II., der Schloss Neuschwanstein errichten ließ, und auf seinen Vater Maximilian II., den Schöpfer von Schloss Hohenschwangau. Aber auch über andere bayerische Herrscher kann man hier viel erfahren. Zwischendurch ermöglichen Panoramafenster grandiose Aussichten auf die Königsschlösser und die Allgäuer Bergwelt. Für das leibliche Wohl der Besucher wird in einem gemütlichen Café und einem Restaurant bestens gesorgt. Viele verschiedene Artikel rund um die Königsschlösser und Ludwig II. erhält man im Museumsshop. Während der Besuch in den Schlössern zeitlich begrenzt ist, kann man sich im Museum der Bayerischen Könige solange aufhalten wie man möchte, und tief in die Geschichte der Wittelsbacher abtauchen.

Die Freilichtmuseen rund um Füssen sind sehr schöne Ausflugsziele, besonders für Kulturliebhaber und Familien. Wissenswertes über die Geschichte und Kultur des Allgäus wird hier vermischt mit jeder Menge Spaß und unterhaltsamer Interaktion.

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