Mariengrotte

Die Mariengrotte unterhalb der Burgruine Falkenstein

Die herrliche Mariengrotte befindet sich unterhalb der Burgruine Falkenstein am gleichnamigen Berg bei Pfronten im Allgäu. Ein Ausflug auf den Falkenstein begeistert mit 2 außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten und einem Traumausblick auf das gesamte Ostallgäu, der wahrlich zum Dahinschmelzen ist.

Ein Ausflug auf den Falkenstein bei Pfronten ist kulturell interessierten Allgäu-Urlaubern, Naturliebhabern und auch Familien mit Kindern wärmstens zu empfehlen. Dabei lernt man mit der Mariengrotte und der Burgruine Falkenstein 2 ganz besondere Sehenswürdigkeiten kennen und kann sich auf einen herrlichen Weitblick auf das Ostallgäu freuen. Der Falkenstein lässt sich über mehrere Routen erwandern. Von Roßmoss, Meilingen und Pfronten führen Wege auf diesen Berg. Von Pfronten aus gelangt man beispielsweise über den König-Ludwig-Weg, den Maximiliansweg oder von der Zirmenbrücke an der Breitenbergbahn auf den Falkenstein. Bei der Tour von der Zirmenbrücke aus, die sich auch für ungeübte Bergwanderer gut eignet, benötigt man etwa eine Stunde bis zur Mariengrotte und eine weitere halbe Stunde bis zum Gipfel und der Burgruine.


Der erste Höhepunkt bei einem Ausflug auf den Falkenstein ist die wunderschöne Mariengrotte – eine hohe Aushöhlung, die sich auf der Südseite des Falkensteins in einer senkrechten Felswand befindet. In der liebevoll ausgeschmückten Mariengrotte stehen zwei überlebensgroße Heiligenstatuen, die vom Pfrontner Bildhauer Theodor Haf hergestellt wurden und die hl. Jungfrau Maria und die hl. Bernadette darstellen. Eine Frau aus Pfronten träumte im 19. Jahrhundert von einer Grotte am Falkenstein und berichtete dem örtlichen Pfarrer davon. Bei einer anschließenden Erkundungstour auf den Falkenstein wurde die Grotte dann tatsächlich gefunden und im Jahre 1889 als Lourdes-Grotte ausgestattet. Inmitten einer herrlichen Bergnatur gelegen ist die Mariengrotte ein besonderer Ort, der zum Besinnen einlädt und die Demut erweckt.


Von der Mariengrotte benötigt man etwa eine halbe Stunde, um zur Burgruine Falkenstein zu gelangen, der höchstgelegenen Burganlage Deutschlands. Sie wurde im 1280 im Auftrag von Graf Meinhard von Tirol errichtet, der damit eine unübersehbare Drohgebärde an die bayerischen Herzöge aussandte, mit denen er sich damals in Konkurrenz um das Staufererbe im Ostallgäu befand. Während des Dreißigjährigen Krieges teilte die Burg das Schicksal der benachbarten Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg. Die Tiroler Landesregierung ließ alle drei Burgen abbrennen, damit sie dem anrückenden schwedisch-protestantischen Heer nicht intakt in die Hände fielen. Da das Heer letztlich gar nicht in die Region vordrang, war die Zerstörungsaktion im Endeffekt sinnlos. Im Jahre 1883 kaufte König Ludwig II. die Ruine Falkenstein, weil er von ihrer außergewöhnlichen Lage höchst beeindruckt war. Er wollte sie zu einem zweiten Schloss Neuschwanstein umbauen, was aber durch seinen plötzlichen Tod 1886 nicht realisiert wurde. Im Museum der Stadt Füssen und bei einer Besichtigung von Neuschwanstein kann man sich anschauen, wie das geplante Schloss Falkenstein hätte aussehen sollen.


Im Inneren der Burgruine befindet sich eine hölzerne Aussichtsplattform, von der aus sich ein Weitblick zum Dahinschmelzen auf das gesamte Ostallgäu genießen lässt. Man sieht hier weit ins Vilstal hinein, auf die Gemeinde Pfronten hinunter und in östlicher Richtung, bei gutem Wetter, sogar bis zum Schloss Neuschwanstein bei Füssen. Alleine schon dieser unvergessliche Rundblick macht den Ausflug auf den Falkenstein höchst lohnenswert.


Die wunderschöne Mariengrotte, Deutschlands höchstgelegene Burgruine und ein Gipfelblick sondergleichen – die Wanderung auf den Falkenstein bei Pfronten verspricht herrliche Urlaubsimpressionen, an die man noch lange gerne zurückdenken wird.

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